Vertikalen Stempelbeton richtig anmischen und auftragen

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Vertikalen Stempelbeton richtig anmischen und auftragen

Mit vertikalem Stempelbeton lassen sich individuelle Steinoptiken, Felswände und Natursteinimitationen direkt auf geeigneten Oberflächen gestalten. Entscheidend für ein sauberes Ergebnis sind die richtige Konsistenz des Materials und ein systematischer Auftrag.

In dieser Anleitung zeigen wir dir, wie du Vertikal Standard Stempelbeton anmischst und in zwei Arbeitsgängen aufträgst, damit anschließend die gewünschte Stein- oder Felsstruktur gestaltet werden kann.

Was ist Vertikal Standard Stempelbeton?

Vertikal Standard ist ein gebrauchsfertiger Trockenmörtel, der vor der Verarbeitung lediglich mit Wasser angemischt wird.

Das Material wurde speziell für die kreative Gestaltung vertikaler Oberflächen entwickelt und kann anschließend:

  • gestempelt
  • geschnitzt
  • modelliert
  • frei geformt

werden.

Dadurch lassen sich unterschiedliche Steinstrukturen und individuelle Natursteinimitationen herstellen.

Der Stempelbeton kann im Innenbereich, Außenbereich und Nassbereich eingesetzt werden. Durch die mögliche hohe Schichtstärke lassen sich außerdem ausgeprägte Felsstrukturen und dreidimensionale Oberflächen modellieren.

Welche Schichtstärke ist möglich?

Ein großer Vorteil von vertikalem Stempelbeton ist die Möglichkeit, deutlich plastischer zu arbeiten als mit gewöhnlichen dünnschichtigen Wandbeschichtungen.

Laut Produktangabe können in einem Arbeitsgang Schichtstärken von über 10 cm aufgebaut werden. Dadurch können nicht nur flache Steinoberflächen, sondern auch stärker ausgeprägte Felsen, Vorsprünge und individuelle Strukturen entstehen.

Die tatsächlich geeignete Schichtstärke hängt jedoch immer vom jeweiligen Projekt, Untergrund und Aufbau ab.

Was wird zum Anmischen benötigt?

Für das Anmischen brauchst du grundsätzlich nur:

  • einen sauberen Eimer
  • Wasser
  • Vertikal Standard Stempelbeton
  • einen geeigneten Rührquirl

Bei kleineren Mengen kann je nach Anwendung auch von Hand gearbeitet werden.

Wichtig ist, die Angaben zum Mischungsverhältnis im technischen Merkblatt des Produktes einzuhalten.

Sicherheit bei der Verarbeitung

Vor dem Anmischen und Verarbeiten solltest du die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen beachten.

Dazu gehören je nach Produkt insbesondere:

  • Schutzhandschuhe
  • Schutzbrille
  • geeigneter Atemschutz
  • Arbeitskleidung

Die verbindlichen Angaben zur Verarbeitung und persönlichen Schutzausrüstung findest du im jeweiligen technischen Merkblatt und Sicherheitsdatenblatt.

Vertikal Standard richtig anmischen

Gib zunächst die benötigte Menge Wasser in einen sauberen Eimer und füge anschließend den Trockenmörtel hinzu.

Danach wird das Material gründlich vermischt, bis eine gleichmäßige und gut verarbeitbare Masse entsteht.

Die Konsistenz ist besonders wichtig: Der Stempelbeton muss sich gut auf die vertikale Fläche aufziehen lassen und gleichzeitig ausreichend standfest bleiben, damit die spätere Gestaltungsschicht nicht absackt.

Halte dich deshalb beim Verhältnis von Wasser und Trockenmörtel an die Herstellerangaben.

Untergrund vor dem Auftrag reinigen

Bevor der Stempelbeton aufgetragen wird, muss die vorbereitete Oberfläche sauber sein.

Entferne insbesondere:

  • Staub
  • lose Bestandteile
  • Verschmutzungen
  • Rückstände der vorherigen Arbeiten

Eine Bürste eignet sich beispielsweise, um Staub und lose Partikel von einer bereits vorbereiteten Haftschicht zu entfernen.

Die richtige Untergrundvorbereitung ist Voraussetzung dafür, dass sich der Stempelbeton zuverlässig mit der Oberfläche verbindet.

Stempelbeton wird in zwei Arbeitsgängen aufgetragen

Beim Auftrag von Vertikal Standard wird grundsätzlich in zwei Arbeitsschritten gearbeitet.

Der erste Auftrag dient als Kontaktschicht.

Der zweite Auftrag bildet die eigentliche Gestaltungsschicht.

Diese Trennung ist wichtig, weil beide Schichten unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

1. Arbeitsgang: Die Kontaktschicht

Zunächst wird eine dünne Schicht Stempelbeton auf die vorbereitete Oberfläche aufgetragen.

Diese erste Lage soll einen möglichst guten Kontakt zwischen dem Untergrund beziehungsweise der vorhandenen Haftschicht und dem weiteren Material herstellen.

Der Stempelbeton wird deshalb gleichmäßig und mit ausreichend Druck in die Oberfläche eingearbeitet.

Dabei geht es noch nicht darum, bereits die endgültige Form der späteren Fels- oder Steinoberfläche herzustellen.

Die erste Schicht bildet zunächst die Grundlage.

2. Arbeitsgang: Die Gestaltungsschicht

Direkt anschließend folgt die zweite Schicht.

Jetzt wird ausreichend Material aufgetragen, um die gewünschte Stein- oder Felsstruktur aufzubauen.

Die Stärke dieser Gestaltungsschicht richtet sich danach, welche Optik entstehen soll.

Für eine relativ flache Steinwand wird weniger Material benötigt. Soll dagegen ein massiver Kunstfelsen mit tiefen Fugen, Vorsprüngen und starken Strukturen entstehen, muss entsprechend mehr Material aufgebaut werden.

In dieser Schicht kann die eigentliche Form der späteren Oberfläche vorbereitet werden.

Was passiert nach dem Auftrag?

Nach dem Auftragen beginnt die kreative Gestaltung.

Je nach gewünschtem Ergebnis kann der Stempelbeton beispielsweise:

  • mit Strukturmatrizen gestempelt
  • mit Werkzeugen geschnitzt
  • von Hand geformt
  • mit Kellen modelliert
  • mit individuellen Fugen versehen

werden.

So entstehen aus der zunächst gleichmäßigen Mörtelschicht realistische Stein-, Fels- und Natursteinstrukturen.

Anschließend kann die Oberfläche weiter ausgearbeitet und später farblich gestaltet werden.

Warum sind zwei Arbeitsgänge sinnvoll?

Die Aufteilung in Kontakt- und Gestaltungsschicht sorgt dafür, dass nicht versucht wird, eine große Materialmenge direkt auf den Untergrund aufzubauen.

Die dünne erste Lage schafft zunächst die Verbindung zur Oberfläche.

Darauf kann anschließend die stärkere Modellierschicht aufgebaut werden.

Der grundsätzliche Ablauf bleibt daher bei unterschiedlichen Projekten gleich:

1. Untergrund vorbereiten und reinigen

2. Vertikal Standard anmischen

3. Dünne Kontaktschicht auftragen

4. Gestaltungsschicht aufbauen

5. Stein- oder Felsstruktur modellieren

Vom Stempelbeton zur individuellen Natursteinoptik

Das Auftragen bildet nur die Grundlage der eigentlichen Fels- und Natursteingestaltung.

Durch unterschiedliche Schichtstärken, Formen, Werkzeuge und Gestaltungstechniken lassen sich anschließend vollkommen unterschiedliche Ergebnisse erzeugen – von einer klassischen Steinwand bis zu stark dreidimensionalen Kunstfelsen.

Gerade diese freie Modellierbarkeit macht vertikalen Stempelbeton interessant für individuelle Wand- und Designprojekte.

Wichtig bleibt jedoch immer der gleiche Grundaufbau:

Eine dünne Kontaktschicht schafft die Verbindung zum Untergrund, die zweite Schicht liefert das Material für die eigentliche Gestaltung.

Wer diesen Aufbau beherrscht, schafft die Grundlage für realistische Felswände, Steinoptiken und individuelle Natursteinimitationen.

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